Cloud-Computing - die "Private Inhouse Cloud"

Der Einsatz von Cloud-Computing birgt derzeit viele Chancen - aber auch Risiken. Die Reduzierung der IT-Kosten ist hierbei oftmals die treibende Kraft, um sich mit dem Thema Cloud-Computing auseinanderzusetzen. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Kunde eine Reihe von Kompromissen eingehen muss. So funktioniert das Cloud-Geschäftsmodell für den Betreiber in der Regel nur dann, wenn der Kunde bereit ist, seine Anwendungen auf einem von mehreren Kunden genutzten Server zu betreiben. Hinzu kommt, dass der Kunde sich den Standarts des Cloud-Betreibers anpassen muss und kaum Möglichkeiten hat, an der Umsetzung und Ausprägung des Cloud-Angebots mitzuwirken.

Auch das Thema Sicherheit ist hier gesondert zu betrachten. Auf der einen Seite steht die Chance, die IT-Sicherheit durch den Einsatz von Cloud-Computing zu erhöhen. Auf der anderen Seite erhöht sich durch den Einsatz von Cloud-Computing die Abhängigkeit von externen Partnern. Die Verantwortung für die IT-Sicherheit trägt der Kunde in beiden Fällen zu 100%.

Der Einsatz einer "Private Inhouse Cloud" auf Basis von VMware vSphere verbindet die Vorteile klassischer IT-Infrastrukturen mit den Vorteilen des Cloud-Computing. Der Einsatz einer VMware-Farm im eigenen Haus, führt somit zu einer deutlichen Reduzierung der IT-Kosten ohne sich in die Abhängigkeit externer Provider begeben zu müssen und erhält die Flexibilität um auch individuelle Anforderungen an die IT umsetzen zu können.

Server-Konsolidierung durch Virtualisierung

Typischerweise wird heute noch eine Vielzahl von Servern auf dedizierter physikalischer  Hardware betrieben um Anwendungen und Dienste bereitzustellen.

Beim Einsatz der "Private Inhouse Cloud" werden diese Server als virtuellen Maschinen ausgeführt. Bereitgestellt wird die Virtualisierungsplattform durch VMware vSphere auf wenigen physikalischen Servern in der "Private Inhouse Cloud".
Dies führt neben einer deutlich besseren Auslastung der physischen Ressourcen auch zu einer Reihe weiterer Vorteile:

  • Monitoring, Steuerung und Dokumentation von CPU und I/O-Last der virtuellen Systeme
  • Hardware-Unabhängigkeit durch den Virtualisierungslayer - somit ist ein Umzug virtueller Systeme per Mausklick möglich
  • höhere Flexbilität und bessere Skalierbarkeit
  • deutlich höhere Verfügbarkeit durch Nutzung von VMware HA und/oder Veeam Backup & Replication
  • Snapshot-Funktionalität gewährleistet ein hohes Maß an Sicherheit bevor Änderungen an einzelnen virtuellen Maschinen durchgeführt werden (z.B. Updates, Migrationen) und ermöglichen eine sehr schnelle und unkomplizierte Wiederherstellung
  • die Bereitsstellung zusätzlicher Systeme erfolgt in wenigen Minuten
Vorteile

Nutzen Sie die folgenden Vorteile durch den Einsatz einer "Private Inhouse Cloud"

  • Reduzierung der IT-Kosten durch Server-Konsolidierung
  • Erhöhung der Verfügbarkeit - weniger Ausfälle - geringere Kosten
  • Erhaltung der Flexibilität um auch individuelle IT-Anforderungen zeitnah umzusetzen
  • größere Effizienz in der IT-Administration durch die Möglichkeiten der Virtualisierung

Wir unterstützen Sie bei der Konzeption und Inbetriebnahme Ihrer "Private Inhouse Cloud". Eine genaue Analyse der zu virtualisierenden Systeme in Verbindung mit dem Abgleich Ihrer Anforderungen dient hierbei als Grundlage um ein individuelles Angebot auszuarbeiten. 
Im Zuge der Umsetzung erhalten Sie eine sorgfältige Dokumentation der virtualisierten Umgebung mit allen beteiligten Komponenten. Die praxisgerechte Einweisung Ihrer IT-Abteilung in Form eines VMware-Workshops rundet das Gesamtpaket ab.

Cloud für Geno-Banken

Die Private Inhouse Cloud für Genossenschaftsbanken umfasst unter anderem den bankeigenen-Betrieb folgender Systeme:

  • File-Server
  • Domino-Server
  • Banken-Anwendungs-Server
  • virtualisierte Clients

In Kombination mit unserer Terminalserver-Lösung ergibt sich ein rundes Gesamtpaket, welches bereits mehrfach im Umfeld der Genossenschaftsbanken eingesetzt wird. Selbstverständlich können die Komponenten unserer Lösungen in Kombination auf der Inhouse-Cloud betrieben werden. Hierzu zählen:

Gerne erstellen wir auch für Ihr Unternehmen ein individuelles Angebot.

Unterscheidung und Begriffserklärung

Inhouse

Private Cloud - (Private Inhouse Cloud)

Die Private Cloud ist eine unternehmenseigene und von diesem Unternehmen selbst betriebene Cloud-Umgebung. Der Zugang ist beschränkt: nur für das Unternehmen selbst und autorisierte Geschäftspartner. Der Zugriff wird i.d.R über das unternehmenseigene LAN/WAN erfolgen. Bei einer Private Cloud handelt es sich um eine effiziente, standardisierte und sichere IT-Betriebsumgebung unter Kontrolle des Unternehmens, die aber eine individuelle, auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens zugeschnittene Anpassung erlaubt.

  • Die Anpassung der zu nutzenden Ressourcen kann schnell und unkompliziert selbst durchgeführt werden
  • Sie nehmen selbst Einfluss darauf welche Ressourcen genutzt werden und wo sich diese befinden
  • Zusätzliche virtuelle Maschinen können durch Sie selbst jederzeit und schnell bereitgestellt werden
  • Größtmöglicher Einfluss auf die Datensicherung. Das eingesetztes Datensicherungsverfahren, die Datensicherungszyklen und Datenwiederherstellung (Recovery Point Objective und Recovery Time Objective)
  • Die physikalischen und virtuellen Ressourcen werden durch Sie selbst verwaltet (Skalierbar je nach Anforderungsprofil)
  • schnellstmögliche Benachrichtigung bei Erreichung von individuell konfigurierbaren Schwellwerten und Indikatoren
  • keine nutzungsabhängigen Mietkosten

Extern

Public Cloud


Die Public Cloud ist eine sich im Eigentum eines IT-Dienstleisters befindliche und von diesem betriebene Cloud-Umgebung. Viele Kunden (Unternehmen) teilen sich eine virtualisierte Infrastruktur. Die Nutzung erfolgt flexibel und schnell durch Subskription. Eine Public Cloud stellt eine Auswahl von hochstandardisierten Geschäftsprozess-, Anwendungs- und/oder Infrastruktur-Services (Service-Modulen) auf einer variablen, nutzungsabhängigen Basis zur Verfügung. Auf die Form und den physischen Ort der Datenhaltung, auf Compliance- und Sicherheitsaspekte hat der Nutzer normalerweise keinen Einfluss.

  • Die Anpassung der zu nutzenden Ressourcen muss beim Serviceprovider beantragt werden
  • Der Kunde hat keinen Einfluss darauf, wo sich die bereitgestellten Ressourcen befinden
  • Abhängigkeit von SLAs und Datensicherungsvereinbarung (höhere Kosten bei schnellerer Reaktionszeit/Wiederanlaufzeit)
  • Abhängigkeit von der Bandbreite zum Serviceprovider
  • Die Abrechnung erfolgt Nutzungsabhängig (Anzahl genutzter Ressourcen, SLA) i. d. R. monatlich

Private Cloud - (extern gehostet)

Die extern gehostete Private Cloud ist eine sich im Eigentum eines IT-Dienstleisters befindliche und von diesem betriebene Cloud-Umgebung. Die virtualisierte Infrastruktur wird speziell für einen Kunden zur Verfügung gestell. Die Nutzung erfolgt flexibel und schnell durch Subskription. Eine externe Private Cloud stellt eine Auswahl von hochstandardisierten Geschäftsprozess-, Anwendungs- und/oder Infrastruktur-Services (Service-Modulen) auf einer variablen, nutzungsabhängigen Basis zur Verfügung. Auf die Form und den physischen Ort der Datenhaltung, auf Compliance- und Sicherheitsaspekte hat der Nutzer normalerweise keinen Einfluss.

  • Die Anpassung der zu nutzenden Ressourcen muss beim Serviceprovider beantragt werden (unter Umständen ist die Anpassung langwieriger/teurer als bei einer Public Cloud)
  • Der Kunde hat keinen Einfluss darauf, wo sich die bereitgestellten Ressourcen befinden
  • Abhängigkeit von SLAs und Datensicherungsvereinbarung (höhere Kosten bei schnellerer Reaktionszeit/Wiederanlaufzeit)
  • Abhängigkeit von der Bandbreite zum Serviceprovider
  • Die Abrechnung erfolgt Nutzungsabhängig (Anzahl genutzter Ressourcen, SLA) i. d. R. monatlich
  • Höhere Kosten als bei der Public Cloud Variante

Hier die unterschiedlichen Nutzungsvarianten externer Cloud-Varianten im Vergleich:

IaaS – Infrastructure as a Service
Infrastructure as a Service (IaaS) beschreibt im Cloud Computing die Bereitstellung von virtualisierter IT-Infrastruktur über das Internet. Beim IaaS nutzt ein Kunde Server, Storage, Netzwerk und die übrige Rechenzentrums-Infrastruktur als abstrakten, virtualisierten Service über das Internet. Diese Services werden typischerweise nutzungsabhängig abgerechnet.

Die eigenverantwortliche Verwaltung bei Nutzung von IaaS beginnt erst beim verwendeten Betriebssystem

PaaS – Platform as a Service
Neben Hardware-Services und Betriebssystemen als Basisinfrastruktur (IaaS) können auch höherwertige Dienste aus der Cloud geliefert werden. Platform as a Service (PaaS), liefert Anwendungs-Infrastruktur in Form von technischen Frameworks (Datenbanken und Middleware) oder die gesamte Anwendungssoftware.

Die eigenverantwortliche Verwaltung bei Nutzung von PaaS beginnt erst bei der verwendeten Applikation (diese wird vom Kunden in die Cloud eingebracht)


SaaS – Software as a Service
Software as a Service (SaaS) ist eine Form von Cloud Computing, bei der Nutzer eine Applikation über das Internet beziehen. Dabei werden Infrastruktur-Ressourcen und Applikation zu einem Gesamtbündel kombiniert. Nach ihrem Wesen, Applikationen situativ zu nutzen und nutzungsabhängig zu bezahlen.

Die eigenverantwortliche Verwaltung bei Nutzung von SaaS beginnt erst bei der vomServiceprovider bereitgestellten Applikationen bzw. deren Services

VMware HA

VMware HA - HA steht für "High Availability" - also "Hohe Verfügbarkeit", und genau die erreichen Sie durch den Einsatz von VMware HA.

Kommt es zum Ausfall eines physikalischen ESXi-Host, so werden die davon betroffenen virtuellen Maschinen automatisch auf den verfügbaren ESXi-Hosts gestartet. Die Ausfallzeit ist somit auf die Bootzeit der betroffenen virtuellen Maschinen beschränkt. Der große Vorteil dieser Lösung ist, dass die Verfügbarkeit hier auf der Schicht der Virtualisierungsebene umgesetzt wird und somit keine clusterfähigen Versionen der in Virtuellen Maschinen ausgeführten Applikationen benötigt werden.

Vorraussetzung für die Nutzung von VMware HA ist der Einsatz eines Shared Storage (z.B. iSCSI SAN) auf dem die virtuellen Maschinen gespeichert werden. VMware HA ist Bestandteil von "VMware vSphere Essentials Plus".

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